Seite 34 von 42

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Do 30. Apr 2009, 23:34
von Schicksal
Regent Kennan
Kennan blickt noch kurz Celestine an, bevor er sich von ihr abwendet um eine Abstimmung durchzuführen.
"Wer ist dagegen, dass wir zurückkehren.", fragt er.
Sein Blick war jedoch nicht höhnisch oder gar beschuldigend gewesen. Nein. Vielmehr hatte es etwas enttäuschtes an sich.
"Wer ist dafür?", führt er die Abstimmung weiter. Eine Mehrheit Streckt auf.
"Gut. Dann ist wohl eine Wahl getroffen.", schliesst er das Treffen ab. Die Regenten erheben sich und einer nach den anderen geht auf sein Zimmer.

Verfasst: Do 30. Apr 2009, 23:34
von Anzeige

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Do 30. Apr 2009, 23:44
von Mimoriga
Der Stein in meiner Magengrube wandelt sich zu einem Messer. Gedankenverloren sehe ich aus dem Fenster, dann Kennan an, dann die den Raum verlassenden Regenten, dann erneut aus dem Fenster.
Eine schöne Diplomatin bist du...
"Wie ihr meint. Ich stelle mich dem nicht in den Weg." Ganz gleich ob es jemand gehört hat oder nicht, verneige ich mich leicht.
Doch ich... gehe einen anderen Weg...

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 00:00
von Schicksal
Regent Kennan
"Lass die Verneigungen.", antwortet der Regent mit schwacher Stimme. Er sieht plötzlich müde und niedergeschlagen aus. Mit langsamen Schritten gesellt er sich zu Celestine an die Fenster.
"Weisst du,", beginnt er mit nachdenklicher stimme und einem melancholischen Lächeln, "früher, als wir beide klein waren und unsere Familien noch regen Kontakt hatten, da warst du nicht so abweisen mir gegenüber."

Die Stimme nahe der Bäckerei
Es ist ein Bote des Palastes der die Botschaft des Fürsten verkündet.

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 00:17
von Xelrath
Ich war schon immer schlecht darin, die richtigen Worte zu finden. Deshalb hab ich es auch einfach gelassen. Ich gehe langsam hinter Kishari her und berühre sie sanft an der Taille. "tut mir leid. Komm..holen wir uns etwas zu trinken."

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 00:48
von Mimoriga
"Früher...", wiederhole ich leise, während ich aus dem Fenster sehe und versuche ruhig zu bleiben,
"... ich habe mein Früher verloren, Kennan. Mein Früher sank in einem Boot mit Leck ins Meer."

Ich betrachte den Garten. Längst hat er seine Schönheit verloren. Er (der Garten) wirkt auf mich wie ein Schoßtier; gezähmt, loyal, statisch. Unwirklich.
"Und früher... gab es weder eine Diskussion über den Besitz der Insel Bahlen, noch über andere Bindungen."
Ich sehe ihn an. Verberge meine Gefühle nicht, denn er soll wissen, das ich verletzt bin.
Sein Gesicht, nun gezeichnet durch eine Narbe, wirkt vertraut und doch fremd. Erschreckend fremd, wenn man bedenkt, wie er auf Portraits als Kind ausgesehen haben soll.
Erschreckend, dass ich es nicht mehr genau sagen kann, wie er als Kind ausgesehen hat.
Kennan, der aufstrebende Inselhändler, früher ein Freund, der vor mir steht, melancholisch lächelnd, den einen Arm in einer Schlaufe, ungepflegt -für seine Verhältnisse-.
"Diese Jahre, die mir fehlen... es ist... als hätten sie mich getrennt, von allem. Und jedem."

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 01:04
von Schicksal
Regent Kennan
"Durchaus.", antwortet er in gleicher melancholischer Manier, "Aber weisst du was? Ich genoss diese Zeit."
Er lächelt kurz auf als ob er sich an etwas witziges erinnert hätte.
"Es war eine schöne Zeit. Sorglos. Unschuldig.", erzählt er weiter, "Wir standen uns nahe.", dreht er sich zu Celestine um. Er betrachtet sie kurz und mach sich dann in Richtung Gemach. Bevor er den Raum verlässt, bleibt er stehen und blickt über die Schulter.
"Mir ging es nie um die Insel.", sagt er nach einer kurzen Pause und will den Raum verlassen.

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 01:19
von Mimoriga
"Mir ging es nie um die Insel."
Ich drehe mich zu Kennan um, der mir nun den Rücken zukehrt. "Und um all die anderen Inseln? Warum dann der ganze Streit?"
Ich habe sie deutlich vor mir, meine Eltern, aufgebracht, meinen Vater ,empört, einen Brief zusammenknüllend, am Fenster stehend.
"Was bildet er sich ein?! Bedeutet Freundschaft heute plötzlich Ergebenheit?!"
Ich kenne die Antwort nicht. Ich weiß so viele Antworten nicht.
Gib mir meine Jahre wieder...

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 01:24
von Mobius
"Wie du willst.", antworte ich auf ihre Frage. Sie eilt kurz runter in den Hof um sich zu duschen.
Ich beginne durch die Wohnung zu streifen. Es gibt wirklich kaum was zu sehen. Die Wohnung ist verglichen mit Kellnern im Ausland gross, doch auch der Abzug vom Lohn wird entsprechend sein. Unspektakuläre Kleidung für Arbeit und Freizeit hängen in dem Teil der Wohnung, der als Schlafzimmer fungiert und einige wenige private Gegenstände befinden sich in den Räumen verteilt.
Schon bald langweile ich mich und dies bleibt auch so, bis mein Blick auf das Fenster trifft.
Das kannst du nicht machen...
Trotzdem gehe ich dem Fenster einen Schritt näher. Ich kann nun das Wasser plätschern hören. Die Versuchung kurz einen Blick zu werfen ist stark.

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 01:31
von Schicksal
Regent Kennan
Er dreht wieder um und kommt einige Schritte auf Celestine zu, bleibt jedoch wieder stehen.
"Ich war nie mein Vater und werde es auch nie sein.", antwortet schliesslich energisch, wahrscheinlich energischer als gewollt, "Früher hättest du das gewusst."
Mit dieser Beschuldigung lässt Kennan Celestine alleine und geht nun entgültig in sen Gemach. Celestine ist nun alleine im riesigen Bankettsaal. Das Buffet wurde abgetragen die Tische wieder richtig angeordnet. Die Tische im Garten sind wieder versorgt. Es herrscht Totenstille.

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 15:53
von Aiya
Abwesend nickte Kishari. Ihre Finger umschmeichelten die zierliche Flöte. Schließlich band sie sich das filigrane Stück um den Hals, ließ es unter den Stoff ihres Oberteils gleiten. Schweren Herzens folgte sie Andreas zu einem Stand an dem sie ihren Durst stillen konnte. Wie an Fäden geführt schien derzeit alle Fröhlichkeit verschwunden, jede Emotion dem Boden gleich gemacht. Ihre Augen starrten Löcher in die Luft. Der Verlust war zu frisch, der Schmerz zu stark. Wieso nur musste soetwas passieren? An dem Stand angelangt fiel ihr Blick auf einen der herumwirbelnden Zettel. Mit leicht hochgezogener Augenbraue las sie die bedeutungslosen Sätze. "Als ob irgendetwas dadurch besser werden würde", sprach sie mehr zu sich selbst. Dann sah sie auf Andreas und den Stand, versuchte wieder aktiver am Geschehen beteiligt zu sein. "Ein Wasser", bestellte sie. "Bitte."