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Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Do 15. Apr 2010, 23:03
von Schicksal
Der Mann
Der Mann stutzte kurz. Diese Augen kamen ihm bekannt vor.
"Salazar Coen lautet mein Name, Sire von Gelair.", antwortet mit einem kleinen Knick und nahm Kisharis Hand in die seine und Küsste diese nach adeliger Manier, "Und mit wem habe ich die Ehre?"
Verfasst: Do 15. Apr 2010, 23:03
von Anzeige
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Do 15. Apr 2010, 23:13
von Aiya
Dieser Name, wie sehr er Kishari reizte, wie viel Lust sie hatte ihm eine Ohrfeige zu verpassen. Dennoch war dies keine angemessene Reaktion. Wollte sie nicht reifer werden? Erwachsen und vernünftig antwortete sie mit einem Lächeln und gab ihre Hand für die Berührung frei. Ein kalter Schauder des Ekels lief über ihren Rücken und sie hatte das unstillbare Verlangen sich über die Reling ins Wasser zu stürzen. "Katharina Viola Camden de Tiernan von Hess. Es ist mir eine Ehre", antwortete sie mit dem einzigen Namen, der ihr in diesem Moment einfiel. Sie würde sich bei Aran für ihre geringe Kreativität entschuldigen müssen. Ihren Blick senkte sie nach höfischer Manier und zählte die Sekunden in denen sie mit dem Mann allein war.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Do 15. Apr 2010, 23:38
von Mobius
Ich betrachte mich im Spiegel während ich mich kämme.
Meine Stirn ist leicht errötet und es hat sich tatsächlich eine Beule an meinem Hinterkopf geformt. Mir ist jedoch beides ziemlich egal und stattdessen widme ich mich schon beinahe obsessiv meinen Haaren. Jedes einzelne dieser Mistdinger soll richtig an ihren Platz sitzen. Der Kragen gerade. Faltenlose Robe. Perfekt gestutzter Bart. Das Duftwasser passend zur Farbe der Kleidung. Symmetrisches Lächeln.
Ich schmettere die Hände auf die Kommode und stütze mich schwer atmend ab. Diese Wut in mir innen ist mir fremd. Tief durchatmend schliesse ich die Augen und horche in mich hinein, versuche meinen eigenen Geist zu befragen, die Herkunft dieser Wut zu erkunden. Eine Technik die ich bei den Lepi erlernt habe.
Ich entdecke Frust. Frust, dass meine Familie mich nicht ernst nimmt, belächelt und nicht akzeptiert. Nicht so wie ich bin. Doch dies sind Fakten, die ich akzeptiert habe. Tatsachen, die mir sicher unangenehm sind, doch ich bin darüber hinweg. Auch dank meiner Schwester. Da ist noch Scham und Frust, stammend von meinem Misserfolg als Archäologe. Doch dies ist mir ebenfalls bekannt. Diese negativen Gefühle, lenke ich in Trotz und Willenskraft um. Positives, dass mir Trieb für meine Arbeit gibt.
Doch da ist noch Kishari. Offensichtlich, schluessendlich hat sie mich gerade abgewiesen. Doch diese Frust ist um einiges tiefer sitzend, als es jegliche sexuelle Frust sein könnte. Diese Frust stammt von Schmerz, Unzufriedenheit und...
Ich öffne wieder die Augen und richte mich auf. Nehme die Hände von der Kommode und betrachte mich nachdenklich im Spiegel. Langsam fahre ich mit einer Hand über Gesicht und durch mein Haar.
Ich bin noch völlig durch den Wind.
Konsequenterweise entscheide ich mich frische Luft schnappen zu gehen und aus meinem Zimmer. Nicht ohne aber einen Blick auf Kisharis Türe zu werfen.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Do 15. Apr 2010, 23:53
von Schicksal
Salazar
"Es ist mir eine Ehre und Freude, Mylady.", antwortet er nach dem Kuss, lässt aber ihre Hand nicht los und starrt ihr in die Augen, "Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich Sie schonmal gesehen habe."
Sein Blick fällt auf den Ring an Kisharis Hand.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 11:46
von Aiya
Die Atmung flach halten, die Schultern leicht nach hinten ziehen, die Haltung beibehalten, das Lächeln aufrechterhalten auch wenn es noch so schwer fiel. Ihre Ausbildung und die Erfahrung halfen Kishari über den Augenblick hinweg, doch ihr Gegenüber war recht persistent. Wie konnte er sich nur an sie erinnern? Hatte sie seinen Stolz doch so stark angekratzt? Vielleicht hatte er sich gedemütigt gefühlt. Zum ersten Mal seit dieser verhängnisvollen Nacht verspürte sie Genugtuung und eine Form von Zufriedenheit. Das Lächeln fiel ihr nun weniger schwer. "Ich hoffe es ist eine angenehme Erinnerung, die Euch zu mir geführt hat, auch wenn ich Eure Bekanntschaft weiterhin verneinen muss", antwortete sie charmant. Dass er weiterhin ihre Hand hielt missfiel ihr, jedoch wäre es entgegen ihrer positiven Haltung ein Fauxpas sie ihm zu entziehen.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 12:47
von Schicksal
Salazar
Persistent drückt ihm die Ahnung, dass er sie kennt auf seinen Hinterkopf. Mit einem höflichen Lächeln antworter er:
"Es ist war, dass ein Mann meiner Position eine Menge äusserst reizender Damen kennen lernt. Dennoch, ich bin mir sicher, dass wir uns schon einmal begegnet sind. Langsam senkt er seinen Blick und mustert Kishari ausgiebig. Sein Blick bleibt jedoch am Ring an ihrer Hand hängen.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 13:05
von Mobius
Langsamen Schrittes gehe ich durch das Schiff. Die wunderbaren Gemälde sind mir egal, die grazilen Skulpturen nur im Weg.
Nach einigen Minuten die mir wie eine halbe Ewigkeit vorkamen, erreiche ich endlich das Aussichtsdeck, auf welchen bereits Kishari steht.
Mein erster Impuls ist zu ihr hin gehen, dann erinnere ich mich wieder an das Geschehene und dann sehe ich den Mann, der ihre Hand hält und ihres charmantes Lächeln.
Überraschenderweise fühle ich nichts. Ich bin nicht gekränkt, bin nicht wütend, selbst der Frust ist weg. Ohne ein Wort zu verlieren mache ich auf dem Absatz kehrt.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 13:47
von Aiya
Sollte sie sich nun geschmeichelt fühlen? Ein Mann seiner Stellung ekrannte sie nach einem Jahr und mit der falschen Haarfarbe wieder, obwohl sie nur einen Abend mit ihm verbracht hatte? Das Gefühl des Stolzes wollte sich jedoch nicht recht einnisten. Bei solch einem Menschen wäre es von Vorteil gewesen nicht wiedererkannt zu werden. "Ihr schmeichelt mir", gab sie zurück und versuchte beschämt dreinzublicken. Dass der Mann sie erneut mit diesen gierigen Augen ansah missfiel ihr jedoch, dennoch war sie selbst schuld. Ihre Kleidung war wenig dezent gewählt. "Eure Frau wäre sicherlich verärgert, wenn Sie Euren Blick sehen würde", versuchte sie ihren Gegenüber zur Ordnung zu rufen. Gerade sein Blick an ihren Ring ließ ihr Blut gefrieren. Den hatte sie beinahe vergessen gehabt. Als Andenken an den Abend hatte sie ihn zu ihrer Sicherheit weiterhin getragen. Ihr Blick lag recht unruhig auf dem Schmuckstück. "Der Ring war ein Geschenk von einem guten Freund. Es ist interessant, dass Ihr Euch dafür interessiert, da er nur einen geringen Wert vertritt." Möglichst alles schlecht reden und ablenken. "Er verstarb bei dem Attentat in Avilion." Perfekt, ein betretendes Thema erwischt in dem ihr Gegenüber zu Mitleidsbekundungen veranlasst wurde. Sie schwieg betreten und scheinbar trauernd. Im Inneren versuchte sie ruhig zu bleiben und sich aus dieser Situation herauszuwinden. Wo war Hilfe, wenn man sie brauchte? Wo blieb der sonst eindringliche Kellner, der nach ihrem Befinden fragte? Wo blieb Aran...wahrscheinlich war ihm ihr Verschwinden gar nicht aufgefallen bei dem Gedankenchaos das sie hinterlassen hatte.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 20:40
von Schicksal
Salazar
Er ignorierte das Schauspiel Kisharis. Der Ring hat seine ganze Aufmerksamkeit erlangt.
Vage Bilder spielen sich vor seinem inneren Auge ab. Ein angenehmer Abend, eine hübsche Rothaarige mit stechend grünen Augen und ein Ring, gefolgt von Dunkelheit und Diebstahl.
Er hebt den Blick. Das rötliche Licht der untergehenden Sonne spiegelt sich in den Haaren.
Kurz starrt er sie an, dann lässt er ihre Hand fallen und lacht leise auf.
"Du?", sagt er ungläubig und lacht wieder auf, "Du? Die Welt ist klein."
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier
Verfasst: Fr 16. Apr 2010, 21:24
von Aiya
Verdammt noch eins, das war nicht ihr Tag. Einigermaßen ruhig lauschte Kishari dem Lachen des Mannes, der keineswegs gerührt von ihrer Geschichte war. Dabei hatte sie sich schon darauf vorbereitet an ihre Freunde zu denken und sich die echten Tränen die Wangen herablaufen zu lassen. Ihr Herz schlug heftig als der Wiedererkennungswert ihre schauspielerische Leistung überging. Leugnen würde jetzt nicht mehr helfen. Zumindest aber hatte sie ihre Hand wieder zurück. Sofort wischte sie seine Berührung an der Hose ab und verzichtete auf ein Lächeln. "Es war den Versuch wert gewesen den kommenden Ärger zu umgehen", antwortete sie Salazar und wog die Situation skeptisch ab. "Aber vielleicht habe ich wirklich eine falsche Einschätzung von Euch und Ihr seht das Ganze als banal und legt es als Geschichte der Vergangenheit ab."