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Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mo 5. Apr 2010, 23:40
von Mobius
Ich weiss nicht ob es ihre Nähe war oder der Aufprall aber die Welt schien still zu stehen.
Ihr Atem auf meinem Gesicht liess mein Herz schneller schlagen und sich meine Härchen vor Erregung aufstellen. Sie unterbricht den Augenkontakt nur kurz, aber ich reagiere darauf und wende auch kurz dem Blick ab, der ihrem Hals folgt und in ihrem aufreizenden Dekoltée endet. Reflexartig wende ich meinen Blick ab um wieder denjenigen Kisharis zu finden, die sich inzwischen wieder ein Stück entfernt. Sie frägt ob sie Eis holen soll.
Mein Mund öffnet sich, doch verschaffe ich es nicht eine Antwort zu formulieren. Es ist minder ein Problem des Können als des Wollen. Und so schweige ich nur und blicke in ihre smaragdgrünen Augen, die im Schatten ihrer Haare förmlich zu strahlen scheinen, vollkommen verloren im Augenblick.
Verfasst: Mo 5. Apr 2010, 23:40
von Anzeige
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 6. Apr 2010, 00:00
von Aiya
Keine Antwort war auch eine Antwort. Es bedeutete wohl Nein. Diese Entscheidung änderte jedoch nichts an dem sonderbaren Moment, den Kishari so eben erlebte. Bislang war ihr so ein Gefühlschaos noch nie begegnet. Sie war noch nie so angezogen von einer anderen Person. Schon gar nicht wenn es sich um einen Mann handelte. Und Aran war ganz gewiss ein Mann. Dieses Gefühl in ihr ließ sich nicht beschreiben. War es Neugierde? Nicht ganz. Es war Aufregung der positiven Art. Ein wenig hatte sie das Gefühl, dass die Zeit nicht verging und dass ihr Herz flatterte. Zudem gab es ein wirklich besorgniserregendes Gefühl in der Magengegend. Beinahe verzichtete sie darauf zu blinzeln, um den Augenkontakt mit Aran nicht abbrechen zu lassen. Was war nur mit ihr los? Der Mund trocken, die Kehle verschlossen sagte auch sie kein Wort. Stattdessen ahmte sie nur sein Nicken nach, um zu zeigen, dass sie ihn verstanden hatte und ihn nicht verlassen würde. Dennoch trug diese Stille nur dazu bei, dass sie ihr eigenes Blut rauschen hörte, sowie seine Atmung. Noch war sie sich nicht sicher, ob dies alles etwas Gutes war, jedoch war es ein merkenswerter Augenblick.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 6. Apr 2010, 22:44
von Mobius
Die Spannung kann man förmlich anfassen. Ich getraue mich nicht auch nur einen Muskel zu bewegen in der Angst, den Moment zu zerstören. Faszniert, hypnotisiert, gebannt blicke ich in die smaragdgrünen Augen Kisharis die mir mit der gleichen ehrlichen Spannung entgegenblicken. Unbewusst und fast schon gegen meinen Willen obwohl ich es doch möchte, nein wünsche, strecke ich meinen Arm aus und streiche ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht hinter ihr Ohr. Behutsam streichen dabei meine Finger über ihre zarte Haut und bleiben eine Weile hinter ihrem Ohr.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 6. Apr 2010, 23:34
von Aiya
Aufwachen Shari, du träumst heftig, sagte sie sich selbst. Dennoch gelang es ihr nicht den Blick zu brechen, oder sich zu bewegen. Sie wusste einfach nicht was sie tun sollte, vielleicht wollte sie auch nichts tun. Wo war in solchen Momenten der Bedienstete, der an der Tür klopfte und seine Dienstleistungen anbot? Irgendjemand klopfte doch sonst immer. Andererseits kannte sie solche Situationen nicht. Dass niemand kam war vielleicht korrekt. Wer wusste schon überhaupt was hier vor sich ging und wozu das alles gut war? Am Ende war es nicht wichtig sich so viele Gedanken zu machen. Aran war schließlich derjenige, der sich von ihnen beiden am ehesten bewegte. Sein ausgestreckter Arm schien sich ihr ebenfalls in Zeitlupe zu nähern und doch zuckte sie leicht zurück, als seine Finger ihre Wange striffen. Die Stelle an der er sie berührt hatte kribbelte leicht und sie fühlte die Hitze in ihre Wangen steigen. Das war der Moment in dem sie ihre Augen kurz schloss und ihren elektrisierenden Blickkontakt abbrach. Sie fühlte sich gut, so unglaublich gut. Das konnte nur ein Traum sein. Die Realität fühlte sich nie so an. Dennoch blieb Arans Gesicht vor ihr als sie die Augen erneut öffnete, sowie seine Hand noch immer die Berührung zu ihr aufrecht erhielt. Es gab Momente, die die Ewigkeit beinhalteten, doch hier konnte sie selbst einen Abbruch setzen. Nur tat sie es nicht. Stattdessen beschwor seine Handlung ein Lächeln auf ihre Lippen, die Röte auf ihre Wangen und den Glanz in ihre Augen. Leicht lehnte sie ihren Kopf gegen seine Hand, gab diesem inneren Drang ohne Nachzudenken nach.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 7. Apr 2010, 21:25
von Mobius
Ihre Wange an meiner Hand fühlt sich wie Eis und Feuer auf's Mal an. Erfrischend und wärmespendend gleichzeitig. Belebend in allen nur vorstellbaren Formen. Die Wärme ihres Gesichts strahlt auf meine Hand aus, ihr Atmen kitzelt an den feinen Haaren meines Handgelenkes. Das Herz schlägt, rast, pumpt das gloriose Gefühl in all meinen Körper. Den Schmerz in meinem Hinterkopf ignoriere ich vollkommen, gibt es doch kein besseres Schmerzmittel als ihr sanftes Lächeln.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 7. Apr 2010, 22:06
von Aiya
Von dem Moment vollkommen eingenommen schwebte Kishari auf einer Wolke. Bislang hatte sie es für leeres Geschwätz gehalten, doch das was sie in diesem Moment der Zweisamkeit empfand war nicht anders zu beschreiben. Ihr Körper fühlte sich leicht an, ihre Gedanken schwebten auch weitab der Realität. Vielleicht war dies der Grund dafür, dass sie noch immer nicht die Flucht antrat. Es war schön, sehr schön, beinahe unglaublich schön. Worte konnten schwerlich umfassen was passierte. Zumindest ihr Lächeln blieb, warm und lieblich auf ihren Lippen. Ihre Augen suchten weiterhin den direkten Blick zu Aran, die Röte hatte nun gänzlich ihre Wangen erobert. Sanft atmete sie weiter, lauschte in den stillen Raum, der nur von seiner Atmung erfüllt war. Allmählich hob sich ihre freie Hand, verfolgte die Linie seines ausgestreckten Arms und legte sich federleicht auf seinen Handrücken. Ihr Daumen legte sich zart auf den seinen, während sich ihre Finger weich an seine Hand anschmiegten. Sogleich kribbelte ihre Haut und wärmte sich auf, bis diese Wärme ihren Arm entlang gewandert war und sich in ihrem Körper ausgebreitet hatte.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 7. Apr 2010, 22:53
von Mobius
Ihre Hand zeichnet einen Pfad aus kribbelndenden Emotionen über meinen Arm, während wir uns ununterbrochen in die Augen blicken und ihr Atem sanft mein Handgelenk umspielt. Ihre Augen leuchten warm im Licht der späten Nachmittagssonne, doch bin ich mir der Sonne nicht mehr bewusst, bin ich mir des Schiffes, des Raumes nicht mehr bewusst. Meine eigene Existenz und deren Sorgen ein Schatten weit von mir gestossen. Ich sehe nur noch Kishari. Kein Gedanke kreuzt meinen Geist und doch ist sie in jedem Winkel meines Bewusstseins. Ihre Augen sind die smaragdgrüne Mitte des Lebens.
Vorsichtig bewege ich wieder meine Hand, auf der immer noch die ihrige liegt. Langsam, zart, als ob Kishari nur eine göttliche Erscheinung wäre, die drohe auseinander zu fallen. Mein Zeigefinger zeichnet die Konturen ihres Kiefers während mein Daumen über ihre Wange gleitet. Meine Hand scheint über ihre Haut zu gleiten und doch berühre ich sie, spüre jeden Milimeter Haut, jedes feines Härchen wie ich nie zuvor gespürt habe. Mein Ziegefinger erreicht das Kinn während mein Daumen weiter die unteren Lippe entlangleitet.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Do 8. Apr 2010, 17:37
von Aiya
Gefangen im Augenblick, der weder Raum noch Zeit zu kennen schien, fixierte sich Kisharis Leben nur auf eine einzige Person: Aran. Hätte ihr jemand vor ein paar Stunden diese Szenerie vorausgesagt, hätte sie ihn ausgelacht. Nähe wie diese gehörte zu schönen Worten in einem Buch, doch nicht in die Realität. Wie falsch sie mit dieser Annahme gelegen hatte erfuhr sie in diesem Moment. Lächelnd spürte sie Arans sanften Drang die Berührungen auszubreiten, sie zu erkunden und zog ihre Hand zurück, entfernte die wärmende Berührung, um ihm Freiraum zu geben. Vorsichtig landete ihre Hand ohne Nutzen, doch mit einem sanften Pulsieren auf dem Bett zwischen ihrem und seinem Körper. Sacht senkten sich gleichzeitig ihre Augenlider, während jeder Millimeter ihrer Haut die zärtlichen Berührungen auskostete. Ihre Lippe kribbelte unter dem achtsamen Druck seines Daumens und ihr Herz machte einen deftigen Satz, um in erhöhtem Puls weiterzuschlagen. Die langsamen Bewegungen schmeichelten ihrer Seele.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Do 8. Apr 2010, 22:58
von Mobius
Ihre sinnliche Reaktion veranlasst mich dazu denn Daumen nochmals über die Konturen ihrer sacht geschwungenen Lippen gleiten zu lassen, diesmal der oberen. Jede Berührung ist wie Wasser nach Jahren ohne Regen und mach mich doch nur durstiger. In der Mitte ihrer Lippen angekommen ziehe ich sachte den Daumen nach unten, gleite nochmals über ihre Unterlippe bevor ich die gekurvte Linie ihres Halses nachzeichne. Meine Augen suchen stets die ihrigen. Gleichzeitig hebe ich meine freie Hand und berühre fast schon ängstlich eines ihrer Knie, bevor ich anschliessend mit der anderen Hand um ihren Hals herum gleiten zu lassen, so dass ich mit den vier Fingern von unten in ihr Haar fahre.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Do 8. Apr 2010, 23:57
von Aiya
Wie es schien, hatte Kishari Arans Forscherdrang geweckt, dem er Millimeter um Millimeter nachgab. Die sonstigen, verstaubten, historischen Gegenstände die seiner Behandlung untergekommen waren, mussten ebenfalls mit äußerster Vorsicht bedacht worden sein. Dieser kurze Gedankengang in ihrem sonst leeren Kopf ließ ihr Lächeln in ein Schmunzeln übergehen, während er gerade ihre Lippen scheinbar begeistert erforschte. Nie zuvor hatte sie jemand mit dieser Gründlichkeit begutachtet, wobei seine Augen sich jedoch nicht aus ihrem Blick befreiten. Ein tieferer Atemzug folgte auf die Kursänderung seiner Fingerkuppen, die zart ihren Hals entlang strichen. Eine zarte Gänsehaut breitete sich von den Berührungspunkten über ihre Schultern bis zu ihrem Rücken aus und lief keck wieder ihren Nacken hinauf, um die feinen Härchen dort aufzustellen. Gleich diesem warmen Schauder folgten Arans Finger zeitversetzt, bis Kishari die vier Fingerspitzen brennend warm an ihrem Haaransatz spüren konnte. Gespannt verfolgte sie die vorsichtige Bewegung seiner Hand in ihre Haare, die sich weich um seine Haut legten. Einen Moment lang abgelenkt brach sie den Blick in die faszinierend blauen Augen, um zu seiner freien Hand herabzusehen, die sich so warm auf ihr Knie legte. Wie es schien reichte es dem Herren nicht mehr nur ihr Gesicht zu erforschen. Dennoch widersprach keine Faser in ihr dieser Berührung und so wagte sie den Blick zurück in den seinen, schenkte ihm erneut ein Lächeln und sogleich die Erlaubnis.