Seite 19 von 30
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 30. Mär 2010, 22:35
von Mobius
In Gedanken frage ich mich, was mit mir los ist. Dies ist überhaupt nicht meine Art. Eigentlich bin ich ein distanter Mensch mit viel Kalkül der nur wenige Menschen an sich heranlässt. Doch mit Kishari war dies von Beginn weg anders.
Ihre frage reisst mich wieder zurück in die Realität.
"Nein, kein Problem.", antworte ich rasch und trete heran, mit der Tinktur in einer Hand und die andere Frei um ihre feine Brauen zu färben. Ein paar Mal atme ich tief durch um mich zu beruhigen.
"Kannst du bitte den Kopf etwas nach hinten beugen? Dann habe ich mehr Licht.", frage ich und beginne dann sogleich mit dem Färbeprozess. Dabei versuche Kishari an sich zu ignorieren und mich voll auf die Präzisionsarbeit zu konzentrieren.
Verfasst: Di 30. Mär 2010, 22:35
von Anzeige
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 30. Mär 2010, 23:05
von Aiya
Auf dem Wannenrand sitzend versuchte Kishari sich zu beruhigend und atmete mehrfach tief durch bevor Aran sich ihr erneut näherte. Sie schenkte ihm ein Lächeln und schloss dann langsam die Augen. Von diesem Moment an traute sie sich nicht erneut etwas zu sagen. Langsam lehnte sie den Kopf zurück, legte ihn stärker in den Nacken, damit Aran besser arbeiten konnte. Die Arme stützte sie neben sich auf. Seine erste Berührung ließ sie leicht zucken. Es war eine natürliche Reaktion. Dann jedoch versuchte sie ruhig zu sitzen und nicht zu zittern, oder dem Verlangen nachzugeben erneut die Augen zu öffnen. Sacht atmete sie aus und gegen Arans Hand, die sich in vorsichtigen Berührungen an ihre Arbeit machte. Es war kühl auf der erwärmten Haut und schien eine Ewigkeit zu dauern.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 30. Mär 2010, 23:38
von Mobius
Konzentriert färbe ich ihre Brauen, was sich schwerer darstellt, als erwartet. Ihre regelmässige Atmung an meiner Hand realisiere ich nur am Rande meiner Wahrnehmung, doch wie der Wellengang an einem Felsen nagt ihre Beständigkeit an mir bis ich nur noch das Kitzeln ihres warmen Ausstoss an meinem Handgelenk wahrnahm. Um ihre Brauen nicht zu versauen entferne ich kurz die Hände von ihrem Gesicht und blicke auf sie herunter. Mein Blick gleitet ihrem von ihrem friedlichen Gesicht zu ihrem gestreckten Hals, deren sanften Kurve ich bis zu ihrer sich regelmässig hebenden und senkenden Brust folge.
Kürz schüttle ich meinen Kopf und mache mich wieder an die Arbeit.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Di 30. Mär 2010, 23:55
von Aiya
War er fertig? Kishari jedoch traute sich nicht diese Frage zu stellen. Von der Bewegung her fehlte noch ein Stück. Ihre Augen zu öffnen traute sie sich jedoch auch nicht. Ihre Sinne waren gereizt und sponnen bereits. Beinahe war es als fühle sie seinen Blick an anderen Stellen ihres Körpers als an ihren Brauen. Das war sicher nur Einbildung. Einen Moment später setzte Aran seine Arbeit jedoch fort. Vielleicht hatte seine Hand eine Pause gebraucht. Selbst das Schlucken fiel ihr nun schwer. Seine erlösenden Worte, über seine beendete Arbeit, ließen lange auf sich warten. Dennoch endete auch diese Folter und Kishari öffnete langsam wieder die Augen. Zuerst sah sie Aran. Erneut lächelte sie bei seinem Anblick. Warum auch immer, beruhigte sie sein Gesicht. "Dann versuche ich das Meisterwerk nicht noch auf die letzten Meter zu verwischen", sagte sie, um die Stille im Raum zu brechen. Langsam drehte sie sich herum und angelte sich das Handtuch mit einer Hand und legte es auf ihrem Schenkel ab. Dann wandte sie sich dem Wasser zu, schöpfte mit der Handfläche Wasser und wusch das Färbemittel vorsichtig aus. Es sollte nicht noch in die Augen geraten. Nach einer Weile trocknete sie sich das Gesicht mit dem Handtuch ab und fuhr die Augenbrauen entlang, um das Wasser darunter und darüber abzuwischen. Ein wenig zögernd nahm sie das Handtuch fort und ging erneut zum Spiegel. "Perfekt. Das war wirklich Fingerspitzengefühl", bewertete sie Arans Arbeit mit einem zufriedenen Ausdruck. "Unglaublich, wie schnell etwas Farbe alles ändern kann." Sie drehte ihr Gesicht, um es im Spiegel aus mehreren Perspektiven ansehen zu können. Wie ein vollkommen anderer Mensch.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 31. Mär 2010, 00:06
von Mobius
Ich setze mich auf den zugedeckten Porzellanthron während Kishari sich die Farbe aus dem Gesicht wäscht. Schweigend beobachte ich sie dabei. Ihre Bewegungen haben etwas graziles an sich. Langsam breitet sich ein zufriedenen Lächeln auf meinem Gesicht aus.
"Wenn du das jetzt noch mit einem Haarschnitt kombinierst wärst du beinahe nicht wiedererkennbar.", antworte ich ihre Äusserung als sie wieder vor dem Spiegel stand.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 31. Mär 2010, 10:17
von Aiya
Haarschnitt? Hier zog Kishari definitiv eine Grenze. Warum sollte sie sich ihre Haare schneiden lassen? Sie blinzelte mehrere Male als sie Aran ansah und schüttelte dann fast unbemerkt den Kopf. "Ich würde behaupten, dass ich jetzt bereits ein Gespräch mit dem unverschämten Kerl durchstehen könnte ohne mich zu verraten. Oder wenn er mich denkt wiederzuerkennen, kann ich verneinen." Dabei zupfte sie sanft an einer ihrer kürzeren, schulterlangen Strähnen und umspielte mit den Fingern die Haarspitzen. Ihre Haare waren über lange Zeit so gesund und lang gewachsen. An eine Schere oder ein Messer in ihrer Nähe wollte sie gar nicht nachdenken. "Ich werde sie jedoch nicht offen lassen, wenn es darum geht", versicherte sie und drehte geschickt mit einer Handbewegung ihre Mähne in eine Hochsteckfrisur. "Würde es so gehen?", fragte sie neugierig und beobachtete Aran und seinen Gesichtsausdruck. War es zu deutlich, wie sehr sie ihre Haare liebte?
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 31. Mär 2010, 21:45
von Mobius
Ich muss lächeln als ich Kishari so zufrieden sehe.
"Wäre angebracht, wenn man die Klasse des Schiffs betrachtet.", erwidere ich scherzhaft.
Sie scheint sich mit ihrer neuen Haarfarbe durchaus wohl zu fühlen und der Mann von Aussen scheint ihr keine Sorgen mehr zu bereiten. Auch ich entscheinde mich die Sorgen um meine entführte Freundin und der aktuellen Situation zu ignorieren und nur den Moment zu geniessen.
Friedlich lächle ich auf der Toillette sitzend und beobachte wie Kishari mit ihren Haaren spielt.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 31. Mär 2010, 23:15
von Schicksal
Die Zeit und Wetter
Sie schreitet voran. Inzwischen ist es etwa fünf Uhr. Die Sonne hängt zwar noch hoch am Firmament, trotzdem nähert sie sich beständig dem Horizont.
In der Ferne ist ein Sommergewitter zu hören.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Mi 31. Mär 2010, 23:27
von Aiya
Die Klasse des Schiffs...Kishari sah mit einem fragenden Blick zu Aran herüber, der sich doch tatsächlich als Sitzmöglichkeit die Toilette herausgesucht hatte. "So manches zeigt hier viel Klasse", meinte sie grinsend und wuschelte mit der Hand durch ihre noch immer feuchten Haare. "Dann sollte ich mich wohl diesen Begebenheiten anpassen. Meine Kleidung wird jedenfalls immer auffallen. Immerhin besteht mein Reisegut nicht aus so feinen Stoffen", meinte sie ruhig und wandelte hinaus zum Schlafzimmer, um von dort den Kamm zu holen. Zurück im Bad vor dem Spiegel begann sie die Strähnen zu kämmen und schließlich mit einigen dunklen Spangen hochzustecken. Ihre Handbewegungen bewiesen, dass sie es auch im Schlaf gekonnt hätte. Eine jede Strähne fand präzise ihren Platz in dem kunstvollen Gebilde. Zum Ende hin zupfte sie zwei kürzere Strähnen aus der strengen Struktur und ließ sie über die Wangenknochen fallen. "Ist es jetzt der Klasse, die uns umgibt, angenähert?", fragte sie ihren Wegbegleiter. Wie schnell die großen Probleme den kleinen Unanehmlichkeiten weichen konnten.
Re: Alkorta - Kaiserreich Asier

Verfasst:
Fr 2. Apr 2010, 00:27
von Mobius
"Ja.", erkläre ich trocken und erhebe mich, "Was nicht bedeutet, dass ich es deinen offenen Haaren bevorziehe."
Nochmal den Rücken streckend verlasse ich das Bad und trete in den Schlafbereich ihrer grossen Kajüte und ziehe mich wieder an.
"Das Problem mit deiner Garderobe können wir noch lösen wenn du willst.", schlage ich meiner Mitreisenden vor, auch wenn mir ein Blick aus dem Fenster verrät, dass es wahrscheinlich nicht mehr nötig sein wird.