Re: Ländereien - Kaiserreich Asier
von Aiya » Do 20. Jan 2011, 00:13
Wenn sie diese beiden Rotzlöffel in die Finger bekam... Dann wüsste sie auch nicht was sie tun sollte. Kishari war erneut an einem Punkt angekommen an dem sie nicht wusste was sie eigentlich tun sollte. Alles ruhig und besonnen sehen, da es eigentlich ganz natürliche Dinge waren? Ausrasten, weil sie sich wirklich gestört gefühlt hatte? Oder doch einfach nur einen Witz reißen und es dabei bewenden lassen? Noch besser wäre alles vergessen und Aran möglichst nie wieder in die Augen sehen zu müssen. In die Dunkelheit starrend hörte sie in ihrem Kopf die Stimme ihrer Freunde, die sie ganz gewiss auslachen würden. Wie immer stand sie sich selbst im Weg und alles was sie dann noch konnte war weglaufen und das so schnell ihre Beine sie tragen konnten. Das war ziemlich schnell, doch würde es kein Problem wirklich lösen. Sie hatte ja gesehen was auch nach langer Zeit noch passieren konnte, wenn die Vergangenheit einen einholte. Man war sich nie irgendwo sicher, wenn sie nicht endlich den Mut besaß eine Konfrontation zu bestehen. Ansonsten war sie auch nicht zimperlich und ziemlich gut in Wortgefechten. Aber nur dann, wenn es nicht direkt um sie ging. Abseits von Gefühlen, wenn es um rationale Sichtweisen ging, da war sie Königinn. Hier in diesem Wageninnere in Arans Nähe war sie einfach nur das kleine naive Mädchen, das sich lieber hinter ihrem Vater versteckte, als selbst zu handeln. Dabei hätte man sie als Kind auch nicht bei einem Konflikt hinter ihrem Vater gefunden sondern in der ersten Reihe. Immer ganz vorn mit dabei. Wann nur hatte sie damit angefangen auszuweichen?
Die Stille im Raum wurde irgendwann spürbar, sodass Kishari sich umdrehte und zu Aran aufsah. Er wirkte unglücklich. Es schmerzte ihn so zu sehen. Dabei war sie sich kaum einer Schuld bewusst. "Es tut mir leid, wenn du dich zurückgewiesen fühlst...es ist nur...", begann sie zaghaft und setzte sich auf eine Kiste. "Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Sicherlich klingt das albern, da ich erwachsen bin. Oder es sein sollte. Nur gibt es diese winzigen Kleinigkeiten im Leben bei denen ich...eher wie ein Kind reagiere...und weglaufen möchte...", erklärte sie ihm tapfer. Es fiel ihr nicht leicht so ehrlich zu sein. Weniger weil Aran die Ehrlichkeit verdient hatte, sondern viel mehr dass sie sich selbst gegenüber ehrlich war. Den Blick hielt sie noch immer gesenkt und betrachtete dabei ihre Hände, die sie auf ihren Oberschenkeln abgelegt hatte. Leicht fielen ihr die offenen Haare über das Gesicht, während sie leise sprach und danach ein wenig auf den Lippen kaute.