Morphium... gebt mir ... mein Morphium...
Unwirklich erstreckt sich vor mir die Wüste. Die Sonne brennt und ihr gleich tut es mein Körper.
In der Ferne sehe ich eine Frau. Ich kann ihre braunen langen Haare ausmachen. Alles bis auf ihr Gesicht erkenne ich gestochen scharf. Sie steht und wendet mir ihre Seite zu. Ihr langes Seemannshemd wölbt sich um sie.
Irgendetwas lässt mich erstarren. Ich kann mich nicht rühren. Es scheint, als würden meine Füße mit dem Sand unter mir verschmelzen und erstarren.
Plötzlich eine Gestalt. Groß. Gebeugt. Lauernd. Spitze Zähne, gefletscht. Pranken bereit. Bereit für sie.
Ich versuche zu schreien.
Ich muss sie warnen.
Sie hört mich nicht.
Das Ungeheuer ignoriert mich.
Ich höre mich selbst nicht.
Ich versuche mich loszureißen.
Dann höre ich einen Schrei.
....
Ich reiße die Augen auf.
Vor mir sehe ich die Gitter des Käfigs, in dem ich seit Stunden sitze. Außerhalb des Käfigs erkenne ich das Ungeheuer, dass sich von zwei Frauen bedienen lässt.
Dann nähert sich ihm ein Mann.
Es ist die menschliche Ziege.
Ach... er wollte mich frei kaufen...
Ich lasse mich zurücksinken. Neben mir sitzt der Gaukler. Ihm gehts schlechter. Vermutlich verdurstet er noch diese Nacht.
Morphium...
