Avilion Stadt - Fürstentum Avilion




Der Kontinent, auf dem ihr eure Abenteuer erlebt.

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Mimoriga » Di 31. Mär 2009, 23:24

Äußerst bemüht darum, meinem Gesicht den freundlichen Ausdruck weiterhin zu bewahren, bleibe ich stehen und drehe mich zu Kennan um, wenn auch nur widerwillig. Sogleich bekomme ich ein Sektglas gereicht.
Ich weiß nicht, wie ich reagieren soll. Vor mir steht ein Regent, der es offensichtlich auf Bahlen abgesehen hat. Kennan, ist er nicht der Mann, der alles in Kauf nimmt um an sein Ziel zu gelangen?
"Ah, Sir Kennan... wie erwartet, wie immer."
Hätte Vater neben mir gestanden, hätte ich wohl von Kennan nicht mehr gesehen als seine stechend blauen Augen und ab da nur noch die beschützenden Arme meiner Mutter, die mich unter einem Vorwand in einen anderen Raum befördert hätte.
So stehe ich nun allein vor ihm, mit jener Erinnerung über ein Gerücht von Waschweibern erzählt, dass er plante, mich zu meiner Frau zu nehmen. Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen warum.
Ich sehe ihn an, seine Augen erwidern meine Blicke freundlich. Ich sitze in der Falle. Oder nicht?
Mimoriga
 

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Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Schicksal » Di 31. Mär 2009, 23:36

Regent Kennan
"Wie geht es Ihren Eltern?", fragt der Regent Celestine beginnt gleichzeitig an in Richtung Garten zu laufen. Wenige Momente später stehen die beiden Atollier in einer wunderschönen Grünanlage mit Brunnen, Teichen und einer vielfältigen Vegetation.

Am Bankett
Eine grazile Frau, die wie ein Anhängsel unauffällig im Schatten eines scheinbar mächtigen Mannes durch die Mengen des Empfangs geht, beobachtet Celsestine und Kennan. Kurz aber intensiv. Celestine kann dies jedoch nicht bemerken, da sie mit dem Rücken zu dieser Frau steht.

Am Marktplatz
Die grosse Uhr des Rathauses, eine höchst komplizierte und teure Einrichtung, die vor einigen Jahren ein Zwerg entwarf, schlägt ein Mal. Der Mittag ist vorüber, es ist Nachmittag. Die ersten Stände fangen an aufzuräumen, schliesslich muss man für das Fest Platz machen.
Schicksal
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Mimoriga » Di 31. Mär 2009, 23:48

Unhöflichkeit konnte ich noch nie leiden. Und doch behagt es mir nicht, dass wir den Raum verlassen und den Garten betreten, obwohl er in all seiner PRacht etwas imposantes und fesselndes in sich verbirgt.
Erst jetzt, abseits der Menge, gehe ich auf seine Frage ein:
"Danke der Nachfrage, es geht ihnen gut. Vater kränkelte vor wenigen Wochen ein wenig, aber als ich losreiste, war er bereits wieder munter und auf den Beinen. Und meine Mutter frohlockt vor sich hin wie auch sonst."
Ich probiere den Sekt, doch reicht ein Schluck um festzustellen, dass mein Kopf mich dafür bestrafen wird.
"Wie ist es ihnen bisher ergangen, Sir Kennan?"
Mimoriga
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Schicksal » Di 31. Mär 2009, 23:56

Regent Kennan
"Ich war aus geschäftlichen Gründen in der Stadt und als der Fürst von meinem Vater erfuhr, dass ich hier war, liess er mich einladen.", erzählt der Regent und beobachtet dabei einige Fische in einem Teich, dann hebt er den Blick und betrachtet Celestine und fährt fort, "Zwar konnte ich noch kein Wort mit dem Fürsten wechseln, doch war dies zu erwarten. Er ist ein vielbeschäftigter Mann und es nicht meine Ehre mit ihm zu sprechen, sondern die des Ratsvorsitzenden."
Die Worte unterstreicht er mit einem fast nicht bemerkbaren Nicken in Richtung des Vorsitzenden des Zentralkomitees von Atollia, der gerade mit dem Fürsten und dem König diskutiert. Dann widmet sich der Aristokrat wieder Celestine: "Ihr seht heute besonders reizvoll aus. Etwas unkonventionell für einen Ball, doch mir gefällt es, Lady de Bahlen."
Schicksal
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Mimoriga » Mi 1. Apr 2009, 00:09

Beim Anblick des Ratsvorsitzenden läuft mir ein Schauer über den Rücken. Schon immer gehörte auch er zu jenen Menschen, bei denen ich das Gefühl hatte, sie würden einen durchschauen, wie sie durch Glas sehen konnten. Schnell wende ich meinen Blick ab. Doch auch Kennan behagt mir Unwohlsein.
"Ihr bringt mich in Verlegenheit, Sir Kennan...."
Schnell beschließe ich, bald möglichst von hier zu verschwinden, durch einen Vorwand vielleicht. Oder einfach direkt, aber diplomatisch.
"Ich hatte nicht gewusst, dass wir ein Zimmer hier im Palast erhalten würden und habe daher meine Sachen zur "Herzensküste" bringen lassen...ich hatte keine Gelegenheit mehr...das ist alles, Sir Kennan."
Ich täusche vor, mir käme eine Idee. Strahlend lächle ich ihn an.
"Ich habe sicher noch Zeit mich umzukleiden. Dafür muss ich mich nun aber beeilen. Ich hoffe, ich finde einen Kutscher. Wenn ihr mich entschuldigen würdet?"
Mimoriga
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Stööö » Mi 1. Apr 2009, 13:40

Wer meinen Charakterbogen gelesen hat, der muss den folgenden Textkorpus nicht mehr lesen, nach der gestrichelten Linie kommt der neue Teil. Ich möchte mich schon jetzt für den Überlangen Text entschuldigen, kommt nicht mehr vor!

Im Ei

... Niva Liban ...


Ich spüre eine Präsenz... Bin ich es? Spüre ich mich selbst? Bin ich noch der, der mich einst erfüllte?... Leben... Oft hörte ich dieses Wort... "Lass mich am Leben"...
Nur Schemen. Das dumpfe Wissen, dass etwas war. Was genau?
Ist es wichtig?

... Tracho ...

Alte Zeiten, neues Wissen... Ich kenne mich nicht. Da ist etwas Altes an mir... Doch was ist alt? Bin ich es, ein Tracho? Einer derjenigen, die sie Tracho nennen? Warum sollte ich kein Mensch sein, was gibt mit die Sicherheit?
Es fehlt Wissen. Was ist Leben, was ist Alter, was sind Gedanken?
Warum kann ich denken, sprechen, fühlen?...
Schlaf... Schlaf ist nötig.

... Wermî ...

So nannte man es früher, in alten Zeiten. Ich bin mir sicher. Es ist Wärme. Sie ist es, die mir Gedanken verleiht. Da ist nichts Altes. Wie soll etwas Altes da sein, wenn ich nicht weiß, was Neues ist?
Doch woher kommt dieses Wissen? Wird es sich zeigen, in der Zukunft?
Kein Gefühl für die Zeit... Zeit bleibt mir ein Rätsel. Wie lange lebe ich schon? Vergesse ich ständig aufs Neue?

... Letargia ...

Ja, in alten Zeiten sprachen wir davon. Vergessenheit... Wir wollten oft vergessen. Vergessen wer wir sind. Nun habe ich vergessen, wer ich bin. Tracho... Wer waren wir, wer war ich?
Ich muss noch mehr Kraft sammeln. Wärme... Schon bald ist die Zeit gekommen aufzuwachen. Ich werde sehen, wie es weitergeht.

Es ist... þŷstr ... Schlaf.

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Spituvalþus, ein Wald

"Der Teufel soll dich holen, Edd, dieses elende Ding kommt mir nicht auf den Karren."
"Das ist wieder typisch! Deine eigene Sicherheit, die ja sowieso gewährleistet ist, ist dir wichtiger als das Geschäft. Dir würde es niemals auch nur im Traume einfallen, was Vater wohl tun würde, nicht wahr, Gerr?", erwiderte der Angesprochene, Edd.
"Meinst du tatsächlich, dass er glücklich wäre, würde er sehen, dass du zu einem solchen Hasenfuß geworden bist? Manchmal muss man Risiken eingehen."

Eine kurze Pause. Die beiden Brüder blickten sich gegenseitig in die Augen. Brüderliche Liebe war da, ohne Zweifel, doch im Angesicht der kleinsten Gefahr, ergriff Gerr stets die Flucht. Eine Reaktion, die einem Sprössling dieser einflussreichen Familie nicht würdig war. Doch dieses Mal hätte er vielleicht auch allen Grund dazu gehabt.

"Ich bin mir sicher, dass Vater sich eher im Grabe umdrehen würde, sähe er DICH. Wir wurden beide ins Bürgertum hineingeboren, haben Frauen und Kinder. Wir sollten auch an sie denken. Was ist, wenn uns etwas zustößt? Wir kennen dieses Gebiet kaum, Menschen gibt es so gut wie keine und die Gerüchte von diesem... diesem... Ding hier waren weit untertrieben. Und das will etwas heißen! Ich sag dir, da ist was faul. Und ich bin nicht bereit mit meinem Leben zu bezahlen, nur weil deine Abenteuerlust wieder untragbare Maße annimmt."
Die Minuten zogen vorbei, das Ding von dem die beiden Avilionen sprachen, rührte sich nicht vom Fleck. Kein Wunder: Es war ein Ei. Ein Ei von vielleicht zwei Ellen Höhe. Es sah einem Gelege des Großen Spützerlings nicht unähnlich. Der einzig wahre Unterschied bestand darin, dass es kalt war. Merklich kalt. Die Pflanzen, die den ansonsten dichten Pinienwald umgaben, siechten hier vor sich hin. Das Ei war von einem Kranz von gräulich-blauen Dornen umwachsen und musste schon längere Zeit hier liegen. Das aber konnte niemand sagen, denn dieses Gebiet war erst seit kurzem zugänglich. Durch den natürlichen Tunnel, der vor kurzem freigelegt wurde, war dieses Gebiet, komplett umschlossen von einem Gebirgskamm erstmals seit vielen Jahrhunderten wieder zugänglich geworden. Es gab hier einige kleine Dörfer, die die lange Isolation überstanden hatten. Freundliche Bauern und Jäger bewohnten dieses Gebiet. Eindeutig zurückgeblieben und Anhänger von oskuren, altertümlichen Riten, dennoch blieben sie Menschen. Und das Beste: Man konnte sich einigermaßen mit ihnen verständigen! Nun war es zumindest mit einem vertretbaren Aufwand verbunden, hier auf Entdeckungsreise zu gehen.

Nach einiger Zeit konnten Gerr und Edd sich einigen. Nachdem ihre Forschungs- und Handelsreise noch ein wenig nach Osten verlagern würden, würden sie zurückkehren. Mit einem Söldner (oder Schläger, wenn’s ein bisschen billiger sein soll) im Schlepptau würden sie das "Artefakt", wie sie es mittlerweile nannten, bergen.
Und so geschah es, dass dieses unscheinbare, allerdings ganz klar magische Objekt seinen Weg in ein Antiquariat von Avilion fand.
Stööö
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Aiya » Mi 1. Apr 2009, 16:39

Na holla, wie war sie hier nur wieder hereingeraten und die bessere Frage auf die sie eine schnelle Antwort brauchte war, wie kam sie hier wieder heraus? Ein wenig skeptisch folgte Kisharis Blick den Wänden um sich schnell abzusichern wer anwesend war. Leider niemand den sie kannte und keiner dem sie sich an den Hals werfen konnte ohne Ausschlag zu bekommen. Das würde sicher der reine Spaß werden. Lächelnd beobachtete sie die beiden Zwerge, wie sie sich begrüßten auf ihre raue Art. Wenn man so viel im kalten Stein lebte, musste man zwangsweise zu solchen Wesen werden. Ihr Blick folgte auch zu dem Elben mit seiner Narbe. Da erwartete sie ganz gewiss keine Hilfe, schlimmer noch, vor Wesen wie ihm nahm sie generell Abstand. Leicht lachte Kishari als sie Andreas Bemerkung zu dem angeschlagenen Wesen hörte. "Wer will sich schon freiwillig mit einem so starken Charakter anlegen wie dem Euren Andreas?", meinte sie freundlich und versuchte das Beste daraus zu machen. An sich waren diese Zwerge vielleicht roh und ein wenig unhöflich, aber bislang musste sie nichts weiter fürchten als den Alkohol. So nickte sie auch Sparky zu, wenn es sein richtiger Name war und stellte sich ihm vor. "Mein Name ist Kishari aber ich werde mich zu benehmen wissen, dass Euch der Auflauf einer medizinischen Konsultation erspart bleibt." War das nun zu hochtragend gewesen? "Nun denn, wo haben wir denn einen freien Platz mit guter Aussicht?" Ein weiterer Blick flog durch den Raum auf der Suche nach freien Plätzen. Dass sie Andreas nicht gefiel war kein großes Problem. Hätte ein Mensch das verlauten lassen wäre sie hingegen schon recht angekratzt gewesen.
Aiya
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Aya » Mi 1. Apr 2009, 17:23

Jemand, der so viel reist hat nichts zu erzählen? Will er etwas verbergen? Vermutlich sollte ich mich in dem Fall nicht einmischen, wer weiß, was das für Folgen hat.
"Da haben sie Recht. Das hier ist Kennzeichen der Mannschaft der Aurora und ihrer Freunde", antworte ich stolz. "Ich hab es schon seit ich acht bin, damals haben sie mir Segeln beigebracht. Ich bin allerdings selbst keine Piratin, wenn sie das glauben. Wie sie sehen arbeite ich für mein Geld." Jedenfalls für das Meiste. füge ich in Gedanken hinzu.
Aya
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Mobius » Mi 1. Apr 2009, 17:53

"Wollen Sie damit sagen, dass Piraten nicht arbeiten?", erwidere ich mit einem Grinsen während ich einige Münzen aus meiner Westentasche sammle um das Bier zu bezahlen. Ich hab nicht mehr viele davon, doch sobald ich das Paket abgegeben habe, werde ich wieder genug für einige Wochen haben. Dummerweise habe ich nicht genug Monedas zur Hand, also hebe ich meine Umhängetasche vom Boden. Das Zeichen der Kaiserlichen Armee Asiers ist noch deutlich sichtbar. Kurz krame ich zwischen meinen Habseligkeiten und kratze einige Münzen aus meiner Geldbörse und schiebe diese dann der Kellnerin entgegen. Daraufhin packe ich wieder zusammen und erhebe mich.
"Danke für das Bier, war ein angenehmes Gespräch.", verabschiede ich mich und verlasse das Gasthaus.
Mobius
 

Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion

Beitragvon Schicksal » Mi 1. Apr 2009, 18:04

Regent Kennan
"Bringt inzwischen nichts mehr. Das ganze ist bald vorbei.", antwortet der Regent mit einem freudigen Lächeln, "Ausserdem hab ich es ja schon gesagt. Ihr seht reizend aus, nicht so falsch wie diese Kurtisanen der Macht."
Ruben rüpft die Nase und nimmt einen Schluck Sekt.
"Exiquisit", murmelt er vor sich hin und betrachtet kurz das Glas, das er in der Hand hält.
Schicksal
 

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