Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion
von Arget » Sa 2. Mai 2009, 18:35
Laut gähnend strecke ich mich auf meinem Bett und reibe mir darauf den Schlaf aus den Augen.
Mh... Moment... wo bin ich eigentlich? Oh, genau...
Nachdem ich die halbe Nacht im Lazarett ausgeholfen habe, bin ich irgendwann halbtot auf eins der Krankenbetten gefallen, das bereits wieder leer wurde. Jetzt frühle ich mich zwar besser, aber doch noch nicht wirklich wach. Als mir aber dann der Gestank von Wunden und Tod des Lazaretts auffällt, beschließe ich, doch lieber wieder aufzubrechen.
Ich setze mich also auf, richte meine Klamotten etwas her, greife nach meiner Kappe, die mir im Schlaf vom Kopf gefallen ist und setze sie wieder dahin, wo sie hingehört. Mein Buch hatte ich die ganze Nacht umklammert, wie andere einen Teddybär.
...halt, ein peinlicher Vergleich...
Immernoch verschlafen lasse ich mich vom Bett gleiten, doch bleibe ich automatisch einige Zentimeter über dem Boden in der Luft hängen. Gewohnheitsschweben.
So begebe ich mich also nach draußen an die doch recht frische Luft.
Nun, was jetzt?
Kaum gedacht, fällt mir ein Aushang an einer nahegelegenen Hauswand auf.
"Hm? 2 Millionen Kopfgeld auf den verbliebenen... Terrorist... Hey, das ist meiner!"
Empört über die Erinnerung an meine Niederlage und noch empörter über die Tatsache, dass nur auch noch jemand dafür belohnt werden soll, wenn er oder sie es schafft, weil ich zuvor versagt habe, beschließe ich spontan aber endgültig mich der Jagd anzuschlie...
"...uhhh... Hunger..."
...ßen. Doch vorher begebe ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem. Der erste Haltepunkt dafür wäre selbstverständlich der Marktplatz, wohin ich mich gleich auf den Weg mache. In Bodenhöhe diesmal, denn es ist recht wenig los, wahrscheinlich wegen den Trauerfeiern. Dabei schlage ich einige Sachen in meinem Buch nach und gebe nur gelegentlich Acht auf die Umgebung, wenn ich nach dem richtigen Weg schaue. Was mir schließlich zum Verhängnis wird, als ich plötzlich mit jemanden zusammenstoße, der aus einer Seitengasse kommt, und wir beide auf den Boden falle.
"Mu..." Mein Buch landet auf meinem Kopf. "...kyu..."
Ich reibe mir meine Stirn, während ich eine Entschuldigung murmle.
"...eh? Oh, Madame de Bahlen. Ich war... beschäftigt und habe Euch nicht kommen sehen."
Die Diplomatin aus Atollia, mit der ich gestern bereits einige Male gesehen habe und die ebenfalls beim Heilen und Pflegen geholfen hat, wobei ich einige Worte schon mit ihr gewechselt habe, sitzt nun verwundert vor mir.