Re: Avilion Stadt - Fürstentum Avilion
von Aiya » Do 2. Apr 2009, 00:31
Das Gespräch wurde immer tiefgründiger und verzwickter. Soetwas hatte sie nicht erwartet. Daher nahm sie nun lieber einen Schluck vom Wasser und strich sich kurz ein paar Strähnen hinter das Ohr um Zeit zum Nachdenken zu haben. "Wir Menschen ticken da vollkommen anders. Ich verstehe Euch Andreas und wie Ihr die Welt seht. Aber Menschen sehen sie anders. Sicher zeugt es von wenig Gegenwert wenn wir für Technik zahlen. Aber wie ich sagte ist Geld für uns mit am wichtigsten. Es zeigt einen guten Stand im Leben an, ob man sich etwas erarbeitet hat, gespart auf die lange Sicht oder einfach nur Glück hatte. Geld sagt, dass man nicht unfähig ist sein Leben zu führen und dass man geschickt ist. Es zeigt zudem, dass man sich bemüht nicht gleich alles Geld aus dem Fenster zu werfen. Ein guter Standpunkt wenn Ihr mich fragt. Viel Geld heißt leider auch dass jemand über andere verfügen kann wie er es beliebt, denn die die wenig Geld haben versuchen an mehr Geld zu gelangen. Macht und Geld sind leider zwei untrennbare Dinge. Von daher ist der Tausch von Technik gegen Geld aus unserer Sicht ein fairer Tausch. Dass bei Euch Geld keinen hohen Wert hat ist natürlich für Euch nachteilig." Sie nahm einen weiteren Schluck und ihr Blick suchte noch einmal die dunkle Gestalt und sie versuchte auszumachen ob sie ihn kannte, doch mittlerweile sah sie ihn nicht mehr. "Für Kleidung und Essen zu zahlen ist genauso fair. Nicht jeder baut Gemüse an, nicht jeder betreibt eine Mühle, nicht jeder kann Kleidung sticken oder Stoffe weben. Wer sich die Arbeit macht den Tag damit zu verbringen das Korn zu säen, es zu gießen, es einzutreiben und daraus Mehl zu machen, daraus vielleicht eine leckere Pastete, der sollte entlohnt werden. Und womit am besten? Geld ist ein gutes Zahlungsmittel. Es ist nicht zu schwer, es ist klein und handlich. Besser als wenn man eine Kuh gegen zwanzig Pasteten eintauschen würde." Sie sah Andreas an, ob er sie verstand. "Und jemand wie ich hätte ganz arge Probleme. Wer will schon ein Lied hören und dafür in Essen oder Kleidung zahlen? Unterhaltung ist nichts, was jederman mag, nichts was jederman zu zahlen bereit wäre."