Re: Astarloza - Kaiserreich Asier
von Aiya » Mi 12. Mai 2010, 22:39
Bei dem Murren zuckte Kishari leicht zusammen und zog ihre Hand wieder zurück. Was um alles in der Welt tat sie da eigentlich? Mit sich selbst beschäftigt entfernte sie sich vorsichtig und dementsprechend umständlich von Aran und arbeitete sich rückwärts aus dem Bett heraus. Vor der Kante hielt sie inne, wollte sich herumdrehen und die Beine vor dem Bett aufstellen und aufstehen. Der letzte Schritt ihres Plans wurde von der uneingeplanten und storrischen Decke verhindert, die sich um ihre Knöchel geschlungen hatte. Das Resultat war, dass die Schwerkraft siegte und Kishari sich am Boden wiederfand, die Luft aus den Lungen gepresst und den Kopf Millimeter vor dem Aufprall abgestützt. War das zu laut gewesen? Peinlich berührt lauschte sie in die eigentliche Stille herein und wagte kaum zu Atmen. Wie ungeschickt...Als sie jedoch nichts weiter vernehmen konnte, strampelte sie sich aus der Decke frei und schlüpfte so leise es ging ins Bad, wo sie durchatmete. Nur gut, dass Aran mit einem festen Schlaf gesegnet war. Alles andere wäre nur beschämend geworden. Nun hatte sie das Bad wohl für sich. Als erstes ging sie die Utensilien durch und schnupperte an den verschiedenen Düften. Dann wählte sie die schnellste Möglichkeit sich frisch zu machen und zugleich ausreichend Wasser und Seife abzubekommen. Das Wannenvolumen zeugte von ausreichend Wasser, das nur mehr Arbeit als Vergnügen bereiten würde. Zudem würde Aran vielleicht lieber baden wollen und das in einer frischen Wanne. Wenn er zum Prinzen ging, würde er wohl zuvor das komplette Pflegeprogramm durchgehen. Den Lappen auf den Rand des Eimers mit Seifenwasser plazierend sah sie sich kurz skeptisch im Spiegel an. Diese dunklen Haare wirkten fremd, doch für zwei oder drei Tage würde sie das auch noch durchhalten. Leise schlich sie sich auf der anderen Seite des Raumes in den Wohnbereich zu ihren Sachen und suchte nach ihrer Zahnbürste aus weichem Wurzelholz, das bereits ausgefranst war und das Putzen erleichterte. Nun ging es nur noch um die Kleidungswahl, die sie im Bad anziehen würde. Sie wählte ein grünes Hemd, das in ihrem Angebot am züchtigsten wirkte, wobei es eng an ihrem Körper anliegen würde. Die schwarze Hose konnte ihr auch erneut einen Tag dienen. Dann fehlten nur noch die Stiefel und einige Armreifen, die ein leises Klirren von sich gaben. Leise führten ihre Schritte sie zur Tür.