Re: Astarloza - Kaiserreich Asier
von Aiya » Sa 24. Apr 2010, 13:17
Erleichtert und zufrieden lächelte Kishari Aran an, als er ihren Brief als gelungen betrachtete. Seine Hand hatte einen warmen Abdruck auf ihrer Schulter hinterlassen bevor er ihr nun sein Siegel und das Wachs reichte. Für den Bruchteil eines Augenblicks hatte sie das Gefühl das Dienstmädchen zu sein, doch im nächsten Moment versuchte sie es als Geschenk zu betrachten. Die Müdigkeit setzte ihr scheinbar zu, auch wenn sie sich beim Schreiben angenehm entspannt hatte. "Nach dem Versiegeln werde ich für heute nichts mehr machen außer das Bad zu okkupieren und anschließend zu Schlafen." Sie war müde und beschäftigte sich mit dem millimetergetreuen Falten des Papiers sowie einer Kerze, um das Wachs zu schmelzen und auf die aufeinanderliegenden Blattseiten zu tropfen. Das Siegel drückte das weiche Material sacht zusammen und hinterließ seinen eindeutigen Abdruck. Nun packte sie die Materialien fein säuberlich wieder dahin zurück, wo sie diese her hatte und schloss das Etui. Den gesäuberten Ring legte sie gleich daneben auf dem Tisch ab. Seufzend lehnte sie sich auf dem Stuhl zurück und streckte sich ausgiebig. "Dann fehlt nur noch das Dienstmädchen mit deinen Eisbeuteln", stellte Kishari ruhig fest und stand dann auf. Ihre Schritte führten sie zuerst zu ihrer Reisetausche, aus der sie ihre Schlafsachen heraussuchte und folgend ins Bad, in dem sie sich umzog. Die Weste und das Hemd machten einem weißen, langärmeligen Männerhemd Platz, das ihr ein Stück zu groß war und die enge Hose wich einer weißen, luftigen Hose mit simplem Strick um die Hüfte. Ein Blick in einen Spiegel werfend zuckte sie die Schultern. Ihre Kleidung war meist praktischer Natur, wobei sie mit Absicht auf reizendere Stoffe verzichtet hatte. Sie wollte immerhin keine falschen Signale aussenden. Der Wäschestapel landete in einer Ecke des Raumes. Sie würde sich am nächsten Tag darum kümmern. Dann sah sie nur noch das Bett vor sich. Bäuchlings ließ sie sich der Länge nach fallen und umschloss mit einem Seufzen das Kissen, in das sie ihren Kopf drückte. Es roch angenehm nach Blumen.